Heute sind im Guoliang-Tunnel vor allem Touristen unterewegs: Abwärts auf Fahrrädern, aufwärts in schweren Reisebussen. Fotos: O. Zwahlen

Heute sind im Guoliang-Tunnel vor allem Touristen unterewegs: Abwärts auf Fahrrädern, aufwärts in schweren Reisebussen. Fotos: O. Zwahlen

Als die Bauern den Guoliang-Tunnel in die senkrechten Felsen vor ihrem Dorf hauten, wollten sie einfach einen vernünftigen Zugang zum nächsten Marktplatz. Dass der Tunnel einmal als eine der gefährlichsten Strassen der Welt Besucher anziehen würde, konnte damals keiner ahnen.

Es ist eine Geschichte voller Heldenmut und Aufopferung – zumindest wird sie in der kleinen Ortschaft Guoliang, die abgeschieden in einer Bergregion im Nordwesten der Provinz Henan liegt, gerne so erzählt. Nachdem die Dorfbewohner Jahrhunderte nur über einen steilen Fusspfad mit dem Rest der Welt verbunden waren, entschlossen sie sich Anfang der 1970er-Jahre einen Tunnel zu errichten. Am Anfang als Fussweg geplant, wurde er später so ausgebaut, dass ihn heute auch Lastwagen befahren können.

Gegenüber vom Hotel treffe ich Herrn Chen. Als der Tunnel gebaut wurde, war er noch ein Kind. „Das war eine grosse Sache“, erzählt er, während er Nudeln serviert. „Nur die Kräftigsten aus dem Dorf durften mitarbeiten.“ Im Tunnel gab es kaum Platz. Deswegen konnten nur jeweils drei Leute gleichzeitig den Weg mit einfachsten Werkzeugen in den Stein schlagen. Fünf Jahre dauerte es, bis der Tunnel fertig war. Schon während des Baus ereigneten sich erste Unfälle. Mehrere Leute stützten dabei in den Tod, erinnert sich Chen.

Als ich am kommenden Tag den rund 1200 Meter langen Tunnel runter spaziere, kann ich mir vorstellen, wie gefährlich der Bau gewesen sein muss. Er führt an einer senkrechten Steilwand entlang, macht jede Kurve des Felsens mit. Alle paar Meter gibt es Fenster. Nicht für die Aussicht wurden sie in den Felsen geschlagen, sondern um den Bauschutt leicht zu entsorgen.

Nahe am Abgrund: Beim Bau des Guoliang-Tunnels amen mehrere Menschen ums Leben.

Nahe am Abgrund: Beim Bau des Guoliang-Tunnels amen mehrere Menschen ums Leben.

Auch heute ist die Strasse nicht ganz ungefährlich. Fahrradfahrer nutzen die steile Strecke (Gefälle von 10 Prozent) gerne für Abfahrten, während von unten grosse Busse die zahlreichen Touristen ins Dorf transportieren. Dazwischen sind jede Menge Fussgänger, die mitten im Tunnel stehen und Fotos von herannahenden Autos und Bussen schiessen.

Auf der Himmelsleiter

Anschliessend spaziere ich zur „Himmelsleiter“ – den Weg, den die Dorfbewohner nehmen mussten, bevor es den Tunnel gab. Dazu muss ich etwa zwei Kilometer weit an der Oberkante der Felsen entlanglaufen, in der sich der Tunnel versteckt. Immer wieder höre ich chinesische Touristen schreien. Sie wollen das Echo im engen Tal testen.

Dieser Weg ist heute eine schmale Asphaltstrasse, die sich leicht begehen lässt. Nach etwa 20 Minuten erreiche ich einen historisch aussehenden Turm. Er diente in einem Film über die japanische Besatzung vor und während des Zweiten Weltkriegs als Kulisse. Als ich ankomme, steht eine Reisegruppe vor dem Turm und singt antijapanische Propagandalieder. Kaum sehen sie mich, nehmen sie mich in die Mitte und ich muss mitsingen. „Wenn die wüssten, dass Japan zu meinen Liebingsländern gehört…“, denke ich mir.

Gefährlicher Fussweg: Die Himmelstreppe bei Guoliang.

Gefährlicher Fussweg: Die Himmelstreppe bei Guoliang.

Zur Himmelsleiter sind es nun nur noch wenige Meter. Hätte ich dort die singende Reisegruppe nicht wieder getroffen, wäre ich womöglich am unscheinbaren Zugang vorbei gelaufen. Ich mache mich daran, den Weg zu begehen. Die ersten Schritte lache ich noch innerlich darüber, dass ein gewöhnlicher Wanderweg als so gefährlich gilt. In der Schweiz gibt es sowas auf jeder stinknormalen Wanderung.

Doch dann wird es plötzlich steil. Ich muss auf einem rund einen Meter breiten Felsvorsprung entlang balancieren. Neben mir geht es in die Tiefe. Wenn ich auf dem unebenen Boden strauchle, stürze ich im freien Fall auf den rund 20 Meter tiefer liegenden Weg. Mir wird etwas unwohl bei den vielen Leuten, die ich auf dem engen Pfad kreuzen muss. Nach etwa einem Drittel des Wegs mache ich kehrt.

Die Wut der Bürger

Guoliang hat sich in den vergangenen 20 Jahren stark verändert, seit die ersten chinesischen Touristen den Ort entdeckten. Heute lebt das Dorf hauptsächlich von seinen Besuchern – oft auch Kunststudenten, die gleich klassenweise kommen. Viele Bauern stellen in ihren alten Häusern Gästezimmer zur Verfügung, oder kochen für Touristen. Für die Dorfbewohner, die vor 50 Jahren noch hungerten, ist das ein Segen. „Heute hat praktisch jeder im Dorf ein eigenes Auto“, lacht Chen.

Dampfbrötchen in der Seitengasse: Viele Dorfbewohner profitieren von den Besuchern.

Dampfbrötchen in der Seitengasse: Viele Dorfbewohner profitieren von den Besuchern.

Und doch sind die Bürger nicht ganz glücklich. Seit einiger Zeit verlangt der chinesische Staat einen horrenden Eintrittspreis für das Dorf. „Wir Dorfbewohner bekommen von diesem Geld nichts,“ beschwert sich Chen und stimmt dabei in ein Lied ein, das ich schon an vielen anderen Orten in China gehört habe wie zum Beispiel in den Erdbauten in Fujian. Besonders ärgerte sich Chen darüber, dass die Regierung heute kassiert, obwohl sie damals beim Bau des Tunnels überhaupt nicht mitgeholfen hat.

Offenbar ist Chen nicht der einzige, der das so empfindet. Vor einem Jahr gab es im Ort eine grössere Protestaktion: Bei einer Nacht- und Nebelaktion versperrten mehrere Dorfbewohner den Zugang zum Ort mit schweren Felsbrocken. So dass die Touristenbusse am nächsten Morgen den Ort nicht mehr erreichen konnten. Das Resultat: Mehrere verhaftete Personen, die bis zu acht Monate ins Gefängnis kamen. Ich ahne: Guoliang hat tatsächlich eine Geschichte voller Aufopferung und Heldenmut. Aber eine andere, als die, welche gerne erzählt wird.

Beliebt bei Kunststudenten: Ganze Klassen fahren nach Guoliang.

Beliebt bei Kunststudenten: Ganze Klassen fahren nach Guoliang.

Praktische Tipps:

Anreise: Das Dorf Guoliang liegt im Norden der Provinz Henan. Am einfachsten erfolgt die Anreise per Bahn über die Provinzhauptstadt Zhengzhou (Tipps zum Reisen mit der chinesischen Bahn). Von hier fahren Busse direkt nach Huixian, von wo aus ein weiterer Bus nach Guoliang geht. Wenn du die Fahrt etwas beschleunigen möchtest oder vom Norden (Peking) kommst, kannst du auch in Xinxiang aussteigen und von dort aus entweder direkt nach Guoliang fahren oder eine Umsteigeverbindung über Huixian wählen. Achtung: Die Busse fahren nicht sehr oft und scheinen nicht aufeinander abgestimmt zu sein. Mach dich also auf längere Wartezeiten gefasst.

Unterkunft: Gleich bei der Ticketkontrolle gibt es ein paar Hotels, die jedoch eine sehr schlechte Lage haben. Am besten fährst du mit dem Bus bis nach Guoliang hoch (dabei passierst du den Guoliang-Tunnel) und suchst dir im Ort eine Unterkunft. Die schönsten Hotels befinden sich etwas weiter oben im alten Teil des Dorfes. Die Neubauten am Fluss dienen vor allem den Tourgruppen. Bei meinem Besuch (April 2015) waren die Unterkünfte nicht besonders voll, so dass ich eine vorgängige Reservation nicht für nötig halte. An Wochenenden ist jedoch markant mehr los. Diese solltest du nach Möglichkeit vermeiden.

Eintritt: Bei meinem Besuch wurde ein horrender Eintrittspreis von 125 Yuan verlangt, was etwa 17 Euro entspricht. In dem Ticket inbegriffen ist neben dem eigentlichen Eintritt auch der Bus, der dich zum Dorf und via dem wenig sehenswerten Nanping zurück bringt. Ebenfalls inbegriffen ist ein ominöser Rockclimbing Park, den ich allerdings nirgendwo finden konnte. Beachte: Das Ticket ist nur zwei Tage gültig. Verlässt du dann den Park, musst du ein neues Ticket kaufen. So lange du aber im Park bleibst, spielt die Gültigkeit keine Rolle. Die Eintrittskontrolle ist in einem Tal an einem strategisch günstigen Ort, der vermutlich nur sehr schwer zu umgehen ist – allenfalls mit einem Umweg von etwa 20 Kilometern über eine andere Strasse, die ich auf der Karte gefunden hab. Lese bald hier, wieso es okay ist, den Eintritt zu umgehen.

Dorfbewohner bei der Arbeit.

Dorfbewohner bei der Arbeit.

Reisezeit: Guoliang liegt in den Bergen auf etwa 1800 Metern und ist daher um die vier bis fünf Grad kühler als Zhengzhou, dafür ist die Luft aber deutlich sauberer. Mein Hotel hatte keine Heizung und war noch im April unangenehm feuchtkalt. Ich würde daher einen Besuch frühstens ab Mai empfehlen. Wie bereits erwähnt, solltest du Wochenenden vermeiden.

Kommunikation: Guoliang ist ein beliebtes Inlandsreiseziel, bei Ausländern jedoch (noch) kaum bekannt. Entsprechend ist die Tourismusindustrie auf chinesische Besucher eingestellt. In den günstigeren Hotels traf ich niemanden der Englisch spricht, bei den vielen Besuchern sollte es jedoch kein Problem sein, jemanden zu finden, der etwas übersetzen kann. Ansonsten empfehle ich meine Tipps zur Kommunikation.

Weitere Sehenswürdigkeiten in der Umgebung: Ein Mustsee ist Luoyang mit seinen bekannten Buddhahöhlen und dem nahegelegenen Shaolin-Kloster. Als Sehenswert gilt auch die Altstadt von Kaifeng, die ich selber jedoch nicht besucht habe. Wenn dir der Sinn nach echten Geheimtipps steht, dann solltest du einen Besuch der Schlösser im Süden von Shanxi erwägen. Allerdings ist dieser Teil des Landes wegen seiner xenophoben Lokalregierung relativ schwer zu besuchen.

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10 Kommentare

  1. Ach das mit den gefährlichen Strassen. Ich finde das Trara um die alte Yungas Road in Bolivien furchtbar nervtötend. Die Leute haben anscheinend noch nie vorher ein Gebirge besucht…

    Ich bin mal gespannt auf Deine Erklärung, warum es ok den Eintritt zu umgehen. Das sehe ich ganz genauso, v.a. im unverschämten China. Ich weiß aber nicht, ob ich es in Worte fassen könnte.

    1. Ich musste ab deinem Kommentar lachen. Der Slogan „gefährlichste Strasse“ wird an verschiedenen Orten ziemlich ausgeschlachtet und bei genauerem Hinsehen gibt es auf jeder deutschen Autobahn jährlich mehr Tote als auf allen „gefährlichen Strassen“ zusammen. Trotzdem muss ich sagen, dass mich der Guoliang-Tunnel recht beeindruckt hat. Vor allem, wenn man bedenkt, dass er weitestgehend mit simplen Werkzeugen erfolgte. Ich habe da nicht nachgefragt, aber ich stelle mir vor, dass da vor allem Hammer und Meissel im Einsatz waren. Da der Stein horizontal stark geschichtet ist (so wie Schiefer) war das wohl überhaupt erst möglich.

      Für meine Erklärung bzgl. Umgehung der Eintritte musst du wohl noch ein paar Wochen Geduld haben. Ich muss zuerst die aktuellen Reisegeschichten niederschreiben, bevor ich die Details aus den Gesprächen vergesse.

  2. […] Guoliang und der gefährlichste Tunnel zur Welt […]

  3. Da ich Guoliang (郭亮村) vor kurzem besucht habe möchte hier meinen Senf und einige weitere Tipps loswerden.

    Anfahrt:
    In der Gegend sind momentan gefühlt alle Straße durch Bauarbeiten unpassierbar, wodurch die Anfahrt und Rückfahrt lediglich über Huixian (辉县), bzw. Xinxiang (新乡) (dessen Busse ebenfalls über Huixian fahren) möglich ist. Ich möchte hier ausdrücklich davon Abraten den Ostbahnhof von Xinxiang (Hochgeschwindigkeitszüge) zu benutzen. Dort kommt man ohne Taxi fast nicht wieder weg. Der Fernbusbahnhof befindet sich ohnehin am Hauptbahnhof.

    Der Tunnel:
    Bei meinem Besuch frei von Fahrradfahrern, wodurch er auf mich doch einen relativ sicheren Eindruck gemacht hat. Sehenswert ist er aber zweifelsohne.

    Guoliang:
    Das Dorf an sich finde ich zwar nicht sonderlich schön, aber ich möchte empfehlen am oberen Ende des Dorfes dem ausgetrockneten Flussbett den Berg hoch zu folgen. Auch wenn am Anfang noch ein Trampelpfad anderes suggeriert wird es weiter oben doch nicht ganz ungefährlich, aber definitiv sehr schön dort oben.

    Unterkunft:

    Direkt beim Aussteigen aus dem Bus stehen Dorfbewohner und werben für ihre Zimmer. Sollte also vollkommen problemlos sein hier was zu finden.

    Zu Himmelsleiter (天梯) und Eintritt:

    Da mir die Propagandalieder erspart geblieben sind musste ich den Eingang auf eigene Faust finden. Durch ein großes (möglicherweise neues?) Schild, gestaltet sich das allerdings als nicht sonderlich schwer. Ich bin hier nicht sonderlich vielen Chinesen begegnet, das Problem besteht denke ich eher darin, dass sie alle am Anfang am gefährlichsten Stück umdrehen und wieder hoch laufen. Nach diesem Stück wird es allerdings schnell flacher und wird zu einem Pfad durch den Wald den man stellenweise leicht verlieren kann. Unten kommt man dann unweit außerhalb (!) der Ticketkontrolle zurück auf die Straße. Hier ist es also möglich den Eintritt zu umgehen. In wie weit die Himmelsleiter bergauf passierbar ist muss jeder für sich wissen. In jedem Fall ist es allerdings nicht einfach von unten den Anfang des Weges zu finden. Von der Ticketkontrolle (wo auch die Busse halten) geht man ein Stück die Straße zurück, bis auf der linken Seite eine kleine Straße hoch führt. Dieser muss man eine Weile folgen bis wiederum auf der linken Seite der Weg beginnt. Dieser Eingang ist nicht einfach zu finden und auch danach ist es leicht den Weg zu verlieren.
    Das Ticket gilt zwar 2 Tage lang, relevant ist das allerdings nur für die Busse. Als ich versucht habe mit meinem Ticket wieder durch die Kontrolle zu kommen hat das System mir den Zutritt verweigert und ich musste geschossene Photos von oben als Beweis vorzeigen…

    Nanping (南坪村) und Rückfahrt:

    Wie oben schon beschrieben erfolgt die Rückfahrt über Nanping. Der Ort an sich ist wirklich nicht sonderlich sehenswert, aber es gibt dem Flussbett bergauf folgend einen Weg der bis zu einem ganz netten Wasserfall noch aus Beton/Stein-Stufen besteht. Danach führt er als Metallkonstruktion die Steilwand hinauf. Einen sonderlich vertrauenswürdigen Eindruck macht sie leider nicht.
    Von hier aus fahren die Busse zurück nach Huixian (13:00, 13:30, 17:00) und Xinxiang (6:20, 9:00, 12:00, 15:00). Auf der Hinfahrt war meine Abfahrt von Huixian aus 13:00 (etwas früher wegen den Straßen-Bauarbeiten). Dementsprechend ergeben sich dann die anderen Abfahrtszeiten.

    Nochmal zum Eintritt:

    Da die öffentlichen Busse auf dem Rückweg innerhalb der Kontrolle (Nanping) halten ist es möglicherweise möglich mit dem Bus auch nach Nanping reinzufahren. Ist allerdings nur eine Vermutung, also mit Vorsicht zu genießen. Eine Straße die die Kontrolle komplett umgeht kann ich leider nicht bestätigen. Meiner Recherche nach gibt es nur die eine Zufahrtsstraße in das Gebiet.

    Alles in allem muss ich sagen, dass sich der Ausflug sehr gelohnt hat. Wem etwas abgelegene Orte zusagen, dem sei es von meiner Seite also ebenfalls anz Herz gelegt einen Abstecher hierher zu unternehmen. Auf meiner weiteren Reise wurde ich oft gefragt, von wo ich komme. Nicht einem der Chinesen sagte der Ort etwas. Den Bauarbeiten an den Straßen zu schließen könnte sich das allerdings bald ändern…

    1. Vielen Dank für deinen wertvollen Kommentar und die wichtigen Ergänzungen. Das Dorf und der Tunnel gehören in China zwar nicht zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten, sind aber insgesamt schon recht bekannt. Die Zahl der Besucher hängt natürlich stark von der Jahreszeit ab. Du hattest da wohl ziemlich Glück. Eine Woche nach meinem Besuch las ich hier auf einem chinesischen Online-Portal, dass der Verkehr auf der Strasse wegen den vielen Besuchern zusammenbrach. Schau dir das am besten noch in den Bildern, die mit dem Text verknüpft sind, an.

      1. Man sollte in China wohl allgemein sehr auf Feiertage achten. Bei meinem Besuch an einem gewöhnlichen Sonntag-Nachmittag sind mir im Tunnel jedenfalls keine 3 Fahrzeuge die Minute entgegen gekommen. Als ich den Tunnel bei einbrechender Dämmerung wieder hoch laufen wollte hielt sogar ein Einheimischer an und bestand darauf mich mitzunehmen. An den anderen chinesischen Touristen fuhr er kommentarlos vorbei…

        Nachtrag zum Rockclimbing Park:
        Am unteren Ende des Tunnels gibt es ein Schild. Wenn man dem Weg folgt landet man allerdings nach einer weile im Gebüsch. In der Nähe von Nanping meine ich allerdings tatsächlich eine Anlage gesehen zu haben. Fraglich ist nur ob sie lediglich aufgrund der recht frühen Tageszeit oder generell geschlossen war…

    2. Hallo Zusammen,
      ich bin auch dort gewesen und habe den Tunnel aus der Sicht eines Tunnelbauers gesehen. Und dabei hat sich mir ein Gefährdungspotential eröffnet, welches sicher nicht gemeint gewesen ist. Über der Fahrbahn hängen Sandsteinplatten, die um die 20 m2 groß und mehrere dm dick waren. Geschätzte 30cm. Geschätztes Gewicht: 12 Tonnen. Die Fuge zum darüberliegenden Fels war bereits offen, an den Seiten war die Platte gerissen. Es war mir schon schleierhaft, wie die Platte noch hängen konnte. Bei einem Erdbeben könnten die letzten Widerstände nachgeben und die Platten ( es gab derer mehrere) herunterfallen. Ich bin nur am Rand entlang geschlichen. Das ist die eigentliche Gefahr.

  4. […] echte Geheimtipps präsentieren kann wie zum Beispiel die Schlösser in Südshanxi oder der „gefährlichste Tunnel der Welt“ in Guoliang. Und natürlich habe ich auch Tipps, die auf die spezifischen Herausforderungen […]

  5. […] Mehr über den Guoliang Tunnel und praktische Tipps zur Anreise gibt es hier bei Oliver vom Blog Sinograph. […]

  6. […] im Vorfeld hatte ich auf dem Blog Sinograph von der schwierigen Geschichte Guoliangs gelesen: Nachdem die Dorfbewohner ihren Tunnel fertig […]

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