Westliche Websites sind das Ziel der chinesischen Zensur. Foto: OZ

Es ist ärgerlich: Sobald du in China angekommen bist, funktionieren zahlreiche populäre Webdienste nicht mehr. In diesem Beitrag beantworte ich dir die wichtigen Fragen zur Great Firewall of China.

Willst du auf deiner Chinareise Reisefotos über Instagram oder Facebook mit deinen Freunden teilen? Willst du in der Lage sein, auf Google Maps eine Adresse nachzuschlagen? Vergiss das! Das chinesische Internet ist so stark zensiert, dass es für ausländische Nutzer praktisch nicht nutzbar ist.

Lies in diesem Artikel, wie du in China trotzdem auf Facebook und Co. zugreifen kannst, welche Lösungen sich besonders gut eigenen und welche weniger. Die acht wichtigsten Fragen rund um das chinesische Internet und dessen Zensur beantworte ich dir in diesem Artikel

1.) Bin ich von der chinesischen Internetzensur betroffen?

Mit grosser Wahrscheinlichkeit wirst du als Reisender von der chinesischen Internetzensur stark bis sehr stark betroffen sein. Es ist nicht so, dass lediglich die meisten westlichen Social Media Kanäle wie Facebook, Twitter, Instagram und Youtube sperrt sind – alles Seiten, auf die man notfalls verzichten kann.

Nein, es sind auch praktisch sämtliche Dienstleistungen von Google gesperrt. Du kannst also nicht einfach über Google suchen. Du kannst dich auch nicht über Google Maps orientieren. Bei Gmail wirst du dich – wenn überhaupt – nur mit Mühe einloggen können. Besonders grosse Abstriche müssen Android-Nutzer machen: Da Google Play nicht funktioniert, können sie keine neuen Apps installieren.

Ebenfalls gesperrt sind Dropbox oder Netflix. Der japanischen Messengerdienst Line ist überhaupt nicht zugänglich, während Whatsapp von gelegentlichen Sperrungen vor wichtigen Propagandaverstaltungen betroffen ist. Auch unverfängliche Dinge wie meine Wetterapp funktionieren ohne VPN in China nicht.

Viele Probleme kannst du zum Glück mit chinesischen Pendants einigermassen umgehen.

  • Für die Internetsuche benutzt du bing.de (Microsoft) oder baidu.com
  • Für die Navigation empfehle ich, im Vorfeld die offline-Karten von maps.me runterzuladen. Alternativ geht auch ditu.baidu.com
  • Dein Gmail-Konto kannst du auf ein anderes Konto weiterleiten oder über ein anderes Konto runterladen. Zum Beispiel Hotmail
  • Die meisten Apps findest du auch auf dem Amazon Store, der bei meinem letzten Besuch in China funktionierte
  • Tinder lässt sich in China problemlos mit dem nahezu identischen Tantan ersetzen
  • Netflix wirst du im Paradies der Raubkopien ohnehin nicht brauchen.

Darüber hinaus sind zahlreiche Websites aus politischen Gründen gesperrt. Für dich als Reisenden spielt das keine so grosse Rolle. Was Reporter ohne Grenzen zu China sagt, kannst du ja auch vor oder nach der Reise lesen. Mit Ausnahme der Deutschen Welle und der Epoch Times werden deutschsprachige Medien nicht gesperrt.

Über diesen Link kannst du nachsehen, ob deine Lieblingsseiten in China zugänglich sind. Interessantes Detail: Das Programm testet den Zugriff gleich in fünf unterschiedlichen Provinzen. Es kommt immer wieder vor, dass eine Domain nur in einem Teil des Landes gesperrt ist und in anderen noch funktioniert.

2. Wie öffne ich gesperrte Seiten, wenn ich schon in China bin?

Wenn du vollkommen unvorbereitet in China unterwegs bist und möglichst schnell eine gesperrte Seite öffnen musst, dann hast du oft nur eine einzige Möglichkeit: Du musst einen Freund im Ausland zu bitten, die Seite für dich zu kopieren und als Email oder Textnachricht zu schicken. Das habe ich selber oft gemacht und war jeweils froh, wenn ich über Whatsapp oder Skype ein paar Bekannte online fand.

Allerdings stösst du mit dieser Option recht schnell an deine Grenzen, weswegen sie sich auch nur  für absolute Notfälle eignet. Musst du zum Beispiel dringend auf eine Nachricht in deiner Facebook-Inbox zugreifen, geht dies natürlich nur, wenn du jemandem dein Passwort mitteilst. Verständlicherweise willst du dies nicht unbedingt tun.

Ein möglicher Notfallplan ist, dir in einem internationalen 5-Sterne-Hotel ein Zimmer zu nehmen. Zum Beispiel dem Grand Hyatt in Shanghai. Die Häuser haben teilweise unzensiertes Internet für die Gäste (eventuell auch für Restaurant- und Barbesucher). Hier kannst du auch die weiter unten empfohlene Software installieren. Allerdings scheint auch hier der Trend in Richtung mehr Zensur zu gehen.

3. Wie bereite ich meine Technik auf eine China-Reise vor?

Ich empfehle dir, vor der Reise ein VPN zu installieren. Die Abkürzung steht für „Virtual Private Network“. Die Funktionsweise stellst du dir am besten wie einen Tunnel vor: Alle Daten, die du empfängst oder verschickst, werden verschlüsselt auf die Datenautobahn geschickt und erst bei der Ausfahrt entschlüsselt. Das macht deine Daten abhörsicher.

In deinem Fall ist jedoch wichtiger, dass die VPN-Provider ihre Server ausserhalb von China haben. Wenn du also beispielsweise einen Tunnel von China in die Schweiz einrichtest, dann kannst du auf alles zugreifen, das andere Leute in der Schweiz auch sehen können. Und plötzlich funktioniert Facebook in China.

Ausserhalb von China ist ein VPN in Sekunden installiert: Du bezahlst einen kleinen Betrag (in der Regel rund 10 Euro pro Monat) für eine gewisse Zeitdauer und bekommst dann eine Software oder eine App zugestellt, die du auf dem Laptop und/oder dem Handy installierst. Das ist alles sehr einfach und in der Regel gut dokumentiert.

Die Nutzung eines VPNs hat neben der Umgehung der Zensur noch eine Reihe von weiteren Vorteilen, die ich in diesem Artikel beschrieben habe.

4. Worauf soll ich bei der Wahl eines VPNs achten?

Es gibt eine Unmenge an VPN-Anbieter, die ganz unterschiedliche Produkte anbieten. Bei der Wahl würde ich empfehlen, nicht ausschliesslich auf den Preis zu achten, sondern auch darauf, dass das Gesamtpaket für dich stimmt. Folgende Punkte halte ich für besonders wichtig:

  • Serverstandort: Gewisse Dienstleistungen funktionieren nur mit einer IP aus deiner Heimat. Ich würde deswegen darauf achten, dass dein VPN in Deutschland, Österreich oder der Schweiz mindestens einen Server hat. Mit zunehmender Distanz werden VPNs langsamer. Idealerweise hast du mehrere Server in Hongkong, Korea und Japan, die du benutzen kannst.
  • Laufzeit: Als Tourist wirst du in der Regel relativ kurz in China bleiben. Viele Anbieter haben eine Mindestlaufzeit von 3 Monaten. Das ist natürlich für dich nicht unbedingt ideal. Achte auch darauf, dass viele Anbieter die Laufzeit automatisch verlängern, wenn du dich nicht rechtzeitig abmeldest.
  • Protokolle: Es gibt unterschiedliche Protokolle, über die ein virtuelles Netzwerk aufgebaut wird wie PPTP, L2TP/IPsec und OpenVPN, die jeweils ihre Vor- und Nachteile haben. Zudem bieten manche kommerziellen Anbieter eigene Entwicklungen an. Grundsätzlich ist es sinnvoll, bei der Wahl des VPNs zu achten, dass möglichst viele Protokolle angeboten werden.

5. Welche VPNs funktionieren 2019 in China?

  • ExpressVPN halte ich derzeit für einer der besten Anbieter und nutze ich derzeit auch selber. Der Anbieter bringt eine ganze Reihe von unterschiedlichen Protokollen mit, unter denen die Software automatisch die beste Option wählt. Server sind in über 90 Ländern vertreten einschliesslich Hongkong und allen deutschsprachigen Ländern. Nach eigenen Angaben werden keine Logfiles erstellt, was eine hohe Anonymität garantiert. Als kleines Plus funktioniert ExpressVPN auch im Zusammenhang mit Netflix. Mit einem Preis von 12,95 US-Dollar pro Monat ist ExpressVPN jedoch das teurste Angebot auf dieser Liste. (Hier bestellen..)
  • NordVPN behauptet von sich, der modernste Anbieter der Welt zu sein. Ob das stimmt, lässt sich nicht so leicht sagen. Tatsache ist aber, dass NordVPN alle wichtigen Protokolle beherrscht und keine Logs aufzeichnet. In Kommentaren wird NordVPN regelmässig für die gute Performance gelobt. Ebenfalls scheint der Anbieter gut mit Netflix und Co zusammenzuarbeiten. Einziger Schwachpunkt: Die Server sind nur auf über 50+ Länder verteilt, wobei Hongkong und die deutschsprachigen Länder vertreten sind. Ein groses Plus bekommt der Anbieter für seine hervorragende Langzeitpreise: Bei einer Buchung für zwei Jahre kannst du den Preis auf rund 3 Euro Monat senken. Der Monatspreis liegt bei 11.95 Dollar pro Monat. (Hier bestellen)

In der Vergangenheit habe ich Hidemyass verwendet. Aber seit Hidemyass ausgerechnet die Daten an Strafverfolgungsbehörden ausgehändigt hat, die es laut der eigenen Werbung überhaupt nicht auszeichnet, ist mein Vertrauen dahin. Wer einmal lügt…

 

6.  Besteht die Gefahr, dass mein VPN gesperrt wird?

2018 hat die Regierung bereits zwei Mal angekündigt, sämtliche VPN-Dienstleister sperren zu wollen. Das ist allerdings bis heute nicht geschehen und die in diesem Artikel empfohlenen Dienstleistungen funktionieren mit Stand Januar 2019 noch immer.

Die Zensur und die Hersteller von Umgehungssoftware führen ein andauerndes Katz- und Mausspiel. Mit immer neuer Technik versuchen die Zensoren der Zugang zu unliebsamen Inhalten zu unterbinden und mit mindestens so viel Elan kämpfen die Software-Hersteller dagegen an.

Von den kostenlosen Produkten, die ich vor fünf oder zehn Jahren benutzte, funktioniert heute kaum noch was. Die Bezahlangebote haben in der Regel eine höhere Halbwertszeit, sind aber auch immer wieder von „Säuberungswellen“ betroffen, die in der Regel vor wichtigen politischen Anlässen stattfinden.

Das heisst für dich, dass tatsächlich die Gefahr besteht, dass ein VPN während deiner Reise plötzlich nicht mehr funktioniert. In der Regel sind die Anbieter in so einem Fall recht kulant und geben einen Teil des Geldes zurück oder helfen dir auf andere Weise.

Trotzdem würde ich dir empfehlen, zusätzlich eine der folgenden kostenlosen Optionen zu installieren. Die sind in der Regel zwar langsam, aber vielleicht eine gute Backup-Lösung.

7. Welche kostenlosen Alternativen gibt es?

Vor einigen Jahren war das Tor-Netzwerk der grosse Renner. Inzwischen funktioniert das allerdings zu unzuverlässig, um es noch empfehlen zu können.  Das Problem ist, dass China nach und nach die meisten Knotenpunkte aufgespürt und gesperrt hat. Mit etwas technischem Wissen kannst du einen eigenen Knotenpunkt einrichten, was noch immer funktionieren sollte. Mir ist das zu kompliziert.

Ebenfalls vor einiger Zeit waren Proxy-Server in China sehr beliebt. Auf meiner letzten Reise durch China konnte ich jedoch kaum noch funktionierende finden. Daher gilt auch hier: Wenn du keinen eigenen betreibst, ist diese Option für dich praktisch gestorben. Eine löbliche Ausnahme bildet Freegate. Wenn du dir das Programm runterlädst, konfiguriert es dir automatisch die richtigen Proxyserver. Das ist vor allem für weniger technikafine Nutzer ganz praktisch. Allerdings klappte bei mir der Verbindungsaufbau nicht immer.

Bei meinen Recherchen ist mir immer wieder Latern begegnet. Die Anti-Zensur-Software kannst du in ihrer Basisversion kostenlos nutzen. Wenn du eine etwas schnellere Verbindung willst, musst du auf die Pro-Version up-graden. Allerdings habe ich das Programm nie selber getestet. Über Erfahrungsberichte freue ich mich.

8. Ist die Nutzung von VPNs in China legal?

Besorgte Leser fragen mich immer wieder, ob die Nutzung eines VPNs in China legal ist und was sie zu befürchten haben, falls sie erwischt werden. Die meisten machen sich Sorgen, dass der Computer oder das Handy bei der Einreise eingehend kontrolliert wird.

Ich kenne keinen Fall, bei dem die Polizei ohne Anfangsverdacht elektronische Geräte inspizierte. Das will nicht heissen, dass das nie vorkommt. Es ist aber sicherlich ein seltenes Vorgehen. Doch selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass deine elektronischen Geräte examiniert werden, hast du nichts zu befürchten.

Bisher ist noch kein Fall bekannt geworden, bei dem die chinesischen Behörden gegen Nutzer von VPNs vorgegangen sind – Anbieter der Software wurden bisher aber wiederholt verhaftet. Dabei wäre es leicht, unter den zahlreichen VPN-Nutzern ein Exempel zu statuieren.

Persönlich glaube ich auch, dass Regierung die Nutzung auch in den kommenden Jahren rechtlich in der Schwebe halten wird. Denn eine Durchsetzung eines Verbots von VPNs würde den Wirtschaftsstandort China massiv schädigen: viele internationale Firmen sind auf sichere Verbindungen angewiesen und Expats sind auch ohne Komplettausschluss von der westlichen Internetwelt selten bereit, nach China überzusiedeln.

Fazit

Bleibst du länger in China, wirst du vermutlich nicht um einen bezahlten VPN-Tunnel kommen. Generell empfehle ich, neben einer bezahlten Dienstleistung auch einen kostenlosen Anbieter zu installieren. Derzeit sind die professionellen VPNs schneller und zuverlässiger, aber es kann nicht schaden, einen Plan B in der Tasche zu haben.

Hinweise: Dieser Artikel beruht auf einem älteren Text von 2014 und wurde im Februar 2019 und im Juni 2017 umfassend aktuallisiert. Der Text beeinhaltet Affiliate-Links. Wenn du darüber eine Dienstleistung buchst, bekommt Sinograph eine Vergütung, die mir erlaubt, diesen Blog zu betreiben. Für dich bleibt der Preis der gleiche.

Neu auf Sinograph? Dann lies dir am besten zuerst einmal die Einleitung durch. Wenn dich Themen aus dem Bereich der digitalen Welt interessieren,  empfiehlt sich der Besuch unserer Rubrik Digital. Für praktische Reisefragen haben wir ein Chinaforum

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29 Kommentare

  1. Hi Oli, hätte ich Deinen Beitrag mal vor meinen Besuch in Shanghai gelesen 😉 War es in Hong Hong und Macau überhaupt kein Problem auf Twitter, Facebook & Co zuzugreifen, so ging in Shanghai plötzlich nichts mehr. Im Hostel hing ein Plakat „Like us on Facebook and you get 3 beer for free“ … natürlich wollte ich das machen (das Hostel war wirklich gut), aber nichts da – den Witz habe ich dann auch verstanden. Letztendlich hatte ich mich dann auch für die von Dir vorgestellte AstrillVPN Lösung entschieden und sogar für 6 Monate gekauft. Weiterer Vorteil, ich kann während meiner Weltreise im Ausland auch andere Angebote nutzen, die regional eingeschränkt sind. Einfach den Server des Landes auswählen und los geht’s. Genutzt habe ich es schon mehrfach für den Kauf von MP3 Dateien über Amazon (geht nämlich nur in Deutschland bzw. wenn man sich vorher auf einen deutschen Proxy-Server einwählt) und für einen gechillten Tatort Abend (auch das ist regional eingeschränkt). Weiterer Vorteil: vor allem bei mir nicht ganz so suspekten öffentlichen WLAN-Netzwerken stelle ich eine VPN-Verbindung her bevor ich bspw. Online-Banking mache. Da es zumindest bei AstrillVPN auch eine App für mein iPhone gibt, kann ich die VPN-Verbindung also am Laptop oder am iPhone nutzen. Also auch außerhalb von China durchaus praktisch 😉

    VG
    Tino

    1. Vielen Dank für den Kommentar, Tino. Ich wusste gar nicht, dass du es bis nach Shanghai geschafft hast. Dann muss ich wohl meinen Kommentar beim Blogstöcken ganz umformulieren… 🙂

      Ja, das ist ein guter Einwand: Astrill und Co sind natürlich auch ausserhalb Chinas eine praktische Investition, wenn man gerne mal unterwegs einen Tatort schaut – wobei ich mich frage, wie das mit der Geschwindigkeit aussieht. Hattest du nicht unglaublich viele Aussetzer beim Streamen?

      Die AstrillVPN-App auf dem iPhone haben auch ein paar Freunde von mir benutzt und die scheint auch ganz gut zu funktionieren. Was man vielleicht noch erwähnen sollte: Auch wenn es möglich ist, ein einziges Account auf mehreren Geräten zu installieren, kann man es trotzdem gleichzeitig immer nur auf einem benutzen. Wenn sich ein Nutzer also mit dem iPhone einloggt, dann wirft es das VPN im Laptop raus. Das ist allerdings kein grosses Problem, da man sich leicht mit einem Klick wieder eingeloggt hat.

      Kleine Frage: Wie konntest du den VPN-Account in China kaufen? Soweit ich weiss, ist der Onlineshop von Astrill in China gesperrt.

  2. Hallo Oli

    Vielen Dank für den informativen Artikel. Für mich kommt er genau zur richtigen Zeit, da ich in ein paar Wochen in China einreisen werde. Ich weiss noch nicht, wofür ich mich entscheiden werde, aber ich werde es dich wissen lassen.

    Liebe Grüsse aus Kambodscha,
    Sarah

    1. Hallo Sarah,

      ich wünsche dir viel Spass in China (und mit dem chinesischen Internet) – der erste Teil war übrigens ernst, der zweite ironisch gemeint. Es würde mich freuen, wenn du uns anschliessend an deinen Erfahrungen teilhaben lässt. Die Situation ändern sich immer einmal und es ist gut möglich, dass das was heute noch läuft morgen bereits nicht mehr funktioniert.

      Gruss,
      Oliver

  3. […] sind, solltest du dich noch vor der Einreise vorbereiten. Einige Möglichkeiten dazu habe ich hier zusammengefasst. Sieht man jedoch von der Zensur ab, ist das chinesische Internet vergleichsweise […]

  4. Servus Oliver,

    uii, da hast du ja schon ganz schön viele Lösungen ausprobiert – Respekt! Ich stimme für die VPN-Lösung, weil ich denke, dass 3$ im Monat locker bezahlbar sind. Die besten Erfahrungen habe ich mit http://www.vpnoneclick.com/index.html gemacht – die haben sich auch auf China spezialisiert und darüber wird’s Internet auch nicht langsamer..

    Kilian

    1. Ni Hao Kilian,

      „VPN one click“ kenne ich nicht. Aber es scheint mir mit drei Dollar eine besonders preiswerte Lösung zu sein. Wie siehts denn mit der Laufzeit aus? Nach meiner Erfahrung ist das Problem bei den meisten VPN-Anbietern, dass sie oft relativ lange Vertragslaufzeiten haben. Ich habe noch keinen gesehen, wo man die Dienstleistung nicht mindestens drei Monate lang mieten musste, bei anderen ist es sogar sechs Monate oder ein Jahr. Für Leute, die oft nach China fahren oder ein halbes Jahr dort studieren, ist das egal. Aber für die, welche nur zwei Wochen im Land bleiben, summiert sich dann eben doch einiges.

      Gruss,
      Oli

  5. Hallo Oliver,
    ich habe eine Fritz Box zu Hause. Dort kann man sich auch einen VPN-Zugang konfigurieren und dann über den eigenen Router zu Hause privat und ohne Zusatzkosten ins Internet gehen. Das ist meist etwas langsamer, da man zu Hause weniger Upload als Download hat, aber ein weiterer Vorteil ist, dass man auch an Daten aus dem eigenen Netzwerk heran kommt. Habe ich aus Saudi Arabien heraus oft benutzt und nutze es auch in Deutschland um in einem ungesicherten WLAN-Netzwerk meine Daten sicher zu übertragen.
    Viele Grüße,
    Dominik

    1. Hallo Dominik,
      das ist eine interessantes Option, die ich noch nicht kannte. Hast du dazu weitere Infos?
      Gruss,
      Oliver

      1. Hallo Oliver,
        es ist eine direkt bei der Fritz Box integrierte Funktion, die seit meiner ersten Nutzung immer nutzerfreundlicher wurde und sich mittlerweile ohne weitere Programmierkenntnisse einrichten lässt. Mehr dazu unter: http://www.avm.de/vpn
        Sie erlaubt dann wie bei VPN üblich, einen gesicherten Tunnel zwischen dir und dem Heimnetzwerk aufzubauen. Somit kannst du nicht nur auf das Internet wie gewohnt zugreifen, sondern auch alle Funktionen deines Heimnetzwerkes aus der Ferne benutzen. Wenn du willst kannst du sogar aus der Ferne Dinge auf deinen Drucker schicken, die NAS ansprechen oder das Licht zu Hause einschalten. Natürlich bietet VPN dann auch die Sicherheit in einem unverschlüsselten WLAN sicher ins Internet zu gehen. Geht mit Laptop oder auch übers Handy.
        Viele Grüße,
        Dominik

  6. Ich stimme dir zu, wenn du schreibst, dass es vor Abreise sinnvoll ist, zu prüfen, ob man einen VPN wirklich braucht, vor allem wenn man nur 1-2 Wochen auf Geschäftsreise in China ist. Zudem weiß ich von High-End-Hotels in Shanghai, dass man dort durch einen internen VPN auf alle in China gesperrten Seiten zugreifen kann. Leider habe ich häufig erlebt, dass (vor allem englischsprachige) Webseiten kurzfristig gesperrt werden und nach einigen Tagen wieder erreichbar sind: http://en.wikipedia.org/wiki/Websites_blocked_in_China

    1. Hallo Stephan,

      vielen Dank für den hilfreichen Kommentar. Das mit den High-End-Hotels wusste ich nicht – liegt wohl daran, dass ich die Unterkünfte selber zahle… 😉 – aber für Geschäftsreisende, die nur kurz im Land bleiben, ist das sicherlich eine gute Nachricht. Weisst du, ob das generell bei den Top-Hotels so ist oder nur bei einigen?

      Gruss,
      Oli

  7. Hallo Oli, da ich ein paar Wochen selbst für einige Zeit nach China gehe, finde ich diesen Beitrag natürlich umso interessanter. Ich persönlich nutze seit Jahren schon AirVPN. Die liegen so bei 5 EUR im Monat und es stehen Server in 20 verschiedenen Ländern zur verfügung . Inklusive Hong Kong, China, Deutschland, Kanada und der Schweiz. Und das ohne Geschwindigkeitseinbußen. Lief selbst im Iran problemlos. Vielleicht für ein Versuch wert? Noch eine Sache zu Chinas Firewall. Ein Freund hatte einige Zeit in China gelebt und berichtet, dass trotz VPN mittlerweile alle 30 Minuten eine Neuverbindung zu einem anderen Server nötig sei. Kannst du das bestätigen? Grüße

    1. Hallo Daniel,

      nirgendwo ist die Zensur technisch derart ausgereift wie in China. In letzter Zeit habe ich vermehrt gehört, dass einige VPN-Anbieter nicht mehr funktionieren. Das waren – soweit ich das überblicke – tendentiell eher die günstigeren Angebote. Gut möglich, dass AirVPN im Iran läuft, in China jedoch nicht. Das musst du halt ausprobieren (über ein Feedback würde ich mich freuen).

      Als ich vor einigen Wochen in China war, konnte ich mit Astrill ohne Unterbrechungen online surfen. Dass alle 30 Minuten eine Neuverbindung nötig ist, kann ich daher so absolut nicht bestätigen. Aber neben den unterschiedlichen technischen Standards der VPN-Anbieter ist auch die Zensur in China nicht überall gleich streng. Zum Beispiel im xenophoben Südshanxi lief nicht einmal mehr meine Wetterapp auf dem Handy.

      Wirst du eigentlich in China per Autostop unterwegs sein? Falls ja, dann wärst du vielleicht ein Kandidat für einen weiteren Sinotalk?

      Gruss,
      Oli

      1. Na, ich lass mich von der Firewall überraschen. Gerade in China wollte ich den Fokus auf Autostopp legen, Gerade wegen der weiten Strecken und der so hohen Sprachbarriere. Soll ja auch herausfordernd sein! Den Synodal können wir gerne mal im Auge behalten, Oli-

  8. Hallo Oliver,

    Ich bin ja auch seit kurzem in China und habe mich auch damit beschäftigt. Auf meinem Laptop nutze ich meistens ein privates VPN, für smartphones kann ich die App Psiphone sehr empfehlen. Die ist kostenlos und ist nicht mit Werbung überladen.
    Es gibt auch ein Windows Programm von Psiphone das ganz gut funktioniert!

    Gruß, Leon

    1. Hallo Leon,
      Psiphone werde ich das nächste Mal ausprobieren. Vielen Dank für den Tipp!
      Gruss,
      Oli

  9. […] gibt eine Reihe von kostenlosen Anbietern – verschiedene Möglichkeiten habe ich hier vorgestellt. Aber die sind häufig langsam und/oder mit Werbung vollgestopft. Von den fünf […]

      1. Hallo Steffi,

        vielen Dank für den Artikel, der allerdings ziemlich irreführend ist. Zum jetztigen Zeitpunkt ist nämlich nach wie vor alles genauso, wie ich es vor ein paar Monaten in diesem Artikel beschrieben habe.

        Wieso ich das weiss? Weil ich in genau diesem Moment in China bin und problemlos auf Facebook und Co. zugreifen kann. Ich nutze hierfür den im Text empfohlenen VPN von ExpressVPN.

        Es ist schwer zu sagen, wie die chinesische Regierung in Zukunft vorgehen wird. Klar ist aber, dass eine vollkommene Abschottung China als Wirtschaftsstandort massiv schwächen würde.

        Bereits jetzt haben Firmen angekündigt, sich im Falle eines VPN-Banns aus China zurückzuziehen. Chinesische Unternehmen haben es bereits jetzt schwer, ausländische Experten nach China anzulocken (deswegen gibt es ja auch dieses Begrüssungsgeld von einer Million Yuan). Mit einem Internetbann würde China als Arbeitsort noch einmal unattraktiver werden.

        Ich vermute aus diesem Grund, dass die Regierung derzeit einfach die Möglichkeit schafft, VPNs auszuschalten. Geschehen wird dies allerdings erst bei der nächsten grösseren Krise.

        Gruss,
        Oli

  10. War gerade I’m Hyatt in Shenyang , dort ist auch alles gesperrt , also ohne VPN geht nix mit google facebook und co

    1. Hallo Markus,

      vielen Dank für die Rückmeldung. Die Ketten scheinen das nicht einheitlich handzuhaben. Das Hyatt in Shanghai hatte beispielsweise bei meinem letzten Besuch 2016 freies Internet. Ebenso das Hilton, während ich beim Shangri-La ein VPN benötigte. Ausserdem ändert sich das auch ständig. Deswegen empfehle ich grundsätzlich die Nutzung eines VPNS und das mit dem Hotel ist eher als Notlösung gedacht.

      Gruss,
      Oli

  11. Hallo Oliver,
    erstmal danke dafür, dass du dir die Mühe gemacht hast die Seite zu erstellen und weiterhin auf den aktuellen Stand hältst!
    Ich werde in etwas über 2 Wochen nach China fliegen. Genauer gesagt nach Hongkong. Mein Rückflugort ist Peking.
    Ich habe Hongkong gewählt da du geschrieben hast dass man unzensierte chinesische SIM-Karten kaufen kann. Das bedeutet das ich kein VPN brauche um in ganz china ohne einschränkungen das internet nutzen kann oder? Also so hab ich es zumindest verstanden :D. Weißst du ob das immer noch so ist?
    Des weiteren ist es möglich die SIM-Karte auch in Peking dann abzugeben?
    Danke schonmal auf deine Antwort!
    Liebe Grüße,
    Vanessa

    1. Hallo Vanessa,

      diese Dinge können sich jeder Zeit ändern und vieles bekomme ich leider nur mit, wenn mir Leser ein Feedback geben. Das mit der HK-Karte habe ich nie selber versucht, aber vor ein paar Monaten hat es offenbar noch funktioniert. Ich würde daher davon ausgehen, dass es möglich ist.

      Bedenke, dass du mit einer HK-Karte in China roamen musst. Das ist dann etwas teuerer als eine lokale SIM-Karte in China. Die genauen Preise weiss ich nicht. Aber das kannst ja beim Kauf der Karte fragen.

      Ich glaube, eine Hongkong-SIM-Karte brauchst du nicht abzugeben. Aber das solltest du besser ebenfalls beim Kauf nachfragen.

  12. Hallo,
    für alle, die eventuell nur einen kurzen Trip nach China machen wollen ( auch wenn das unwahrscheinlich ist, wenn man einmal dort war), man kann beim Thema VPN etwas Geld soaren, wenn man daheim wine vernünftige Internetverbindung (bei mir 100 Mbis/s) mit einer Fritz!box hat. Die hat einen VPN integriert und funktioniert. Ist nicht das schnellste, aber es funzt (Stand April 19 im Grossraum Beijing). Ist zu Hause schnell eingerichtet, wenn man

    1. Das habe ich schon mehrfach gehört und ist sicherlich auch eine gute Option. Ich habe das hier nicht aufgenommen, weil es voraussetzt, dass man überhaupt eine Fritzbox hat – was zumindest in meinem Bekanntenkreis eher eine Ausnahme ist.

  13. Hi Oliver,

    kleine Frage: Ich reise gemeinsam mit einem Kumpel nach China und haben uns überlegt, einen VPN zuzulegen. Gut, die 10 Euro sind nicht wahnsinnig teuer, aber da wir den VPN eher selten brauchen werden, haben wir überlegt, ob wir ihn uns teilen können. Also ein Abo kaufen, das wir dann auf zwei Geräten nutzen. Weisst du, ob das geht?

    Gruss,
    Thomas

    1. Hi Thomas,

      das geht in der Regel. ExpressVPN erlaubt zum Beispiel die Nutzung auf 5 verschiedenen Geräten und ich habe in den Nutzungsbestimmungen nirgendwo gelesen, dass diese Geräte all der gleichen Person gehören müssen. Ich selber nutze es auf Laptop und Handy, also zwei Geräten.

      Du musst dir einfach bewusst sein, dass bei manchen Anbietern die ein eine Verbindung gekappt wird, sobald du dich mit der anderen einwählst. Das ist ziemlich nervig sein, vor allem wenn ihr nicht die ganze Zeit zusammen seid und euch koordinieren könnt, wer es dann nutzt.

      Grundsätzlich finde ich aber, dass der Preis so niedrig ist, dass sich der zusätzliche Auswand eher nicht lohnt.

      Gruss,
      Oli

  14. […] mit dem Thema hat sich auch Der Sinograph in diesem Artikel ausführlich beschäftigt. Demnach ist wohl nur das Anbieten eines VPN’s strafbar, nicht aber […]

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